Mitteilung der GLP Fraktion zur Gemeinderatssitzung vom 14.04.2025 – 3 Friedhöfe für die Ewigkeit und fehlender Klimamut beim städtischen Essen

Medienmitteilung

Mitteilung der GLP Fraktion zur Gemeinderatssitzung vom 14.04.2025 – 3 Friedhöfe für die Ewigkeit und fehlender Klimamut beim städtischen Essen

Aus GLP Sicht gibt es von dieser Sitzung vor allem zwei Sachen zu berichten: Die Beratung der Bestattungs- und Friedhofsordnung sowie die Antwort des Stadtrates zum Klimaplan Ernährung.

Zum einen hat sich die GLP Fraktion für eine moderne und liberale Bestattungs- und Friedhofsordnung eingesetzt und sich dem Mehrheitsantrag der Sachkommission entgegen gestellt, welcher die Zahl der Friedhöfe fixiert. Die GLP Fraktion ist der Ansicht, dass dem Stadtrat ermöglicht werden soll, das Angebot an Friedhöfen dem Bedürfnis der Bevölkerung anzupassen. Diesbezüglich ist zum Beispiel ein Trend hin zu alternativen Bestattungsritualen auszumachen, weshalb in absehbarer Zeit der Bedarf an Friedhofanlagen zurückgehen wird. Dem wäre mit einer flexiblen Regelung Rechnung zu tragen gewesen. Die Ratsmehrheit hat sich jedoch für die Fixierung entschieden und damit alte Strukturen für wohl weitere Jahrzehnte zementiert. Damit ist auch die Möglichkeit verpasst worden, die Flächen einer anderen öffentlichen Nutzung zugänglichen zu machen, welche einer breiteren Bevölkerungsschicht zugute gekommen wäre. Derzeit werden in die Friedhöfe Schönenberg und Hütten je ca. CHF 50’000.- / Jahr investiert. 2024 fanden 7 bzw. 3 Beerdigungen statt. Das entspricht in 10 Jahre gut 1 Mio. an Steuergeldern.

 

Andererseits wünschte unserer Gemeinderat Clemens Schrödter betreffend die Antwort des Stadtrates zum Klimaplan Ernährung die Diskussion. Er bemängelte die Antworten des Stadtrates, welche sehr «blumig» ausgefallen ist und fehlendes Interesse an der Fragestellung offenbarte. So weiss der Gemeinderat nicht, ob nun gesundheitliche und ökologische Kriterien in den Verträgen mit den Caterern vereinbart wurden. Die Vermutung liegt nahe, dass dies nicht der Fall ist, wäre sonst die Antwort klar mit Ja ausgefallen. Ebenfalls fehlt beispielsweise die Auflistung konkreter Massnahmen. Dabei ist die Ernährung ein grosser Hebel, um der Klimakrise zu entgegnen. Der Energiestadt Wädenswil wäre mehr Mut zu wünschen. Es stellt sich die Frage, was uns hindert in den nächsten Jahrzehnten der pflanzlichen Nahrung wenigstens beim städtischen Essen einen Vorrang zu geben. Die öffentliche Hand hat hier eine Vorbildfunktion. Die GLP Fraktion wünscht sich, dass diese wahrgenommen wird.

 

Weiter konnte die GLP Fraktion beobachten, wie andere Parteien sich mit Blick auf das Wahljahr versuchen zu profilieren. Die Antwort des Stadtrates zur aufwändigen SVP-Interpellation kommt wenig erstaunlich zum Schluss, dass parlamentarische Vorstösse etwas kosten. Gleichzeitig verursacht dieselbe Fraktion, zusammen mit weiteren Ratsmitglieder, wohl überflüssige Kosten, indem der Stadtrat beauftragt wurde, zahlreiche Informationen zur freihändigen Vergabe im öffentlichen Beschaffungswesen zusammenzutragen.

 

Schliesslich wurde noch rund 30 Personen das Bürgerrecht erteilt. Die GLP Fraktion freut sich über die neuen Bürgerinnen und Bürger und hofft auf rege Teilnahme am politischen Leben.

 

Wir bleiben dran und schrecken auch vor vermeintlich unpopulären Entscheiden nicht zurück, um ein modernes und lebenswertes Wädenswil zu erhalten, welches sämtlichen Ortsteilen gleichermassen dient.